Laufen mit Allergie – Heuschnupfen

Die Pollenflugzeit ist nun vorbei und es wird Zeit für ein Jahresresumée. Ja, auch ich bin Allergiker. So bin ich gegen aller bekannten Gräser, Bäume und Getreidesorten allergisch. Bei mir ist noch zusätzlich ein allergisches Asthma diagnostiziert.

Jetzt denkt du als Verfolger meines Blogs, warum ich nicht öfter bereits über Probleme beim Laufen aufgrund meiner Allergien berichtet habe. Der Grund ist ganz einfach. Ich habe keine Probleme aufgrund meiner Allergie. Sogar im diesem Frühjahr, als es eine wahre Pollenexplossion gab, hatte ich lediglich ein leichtes Jucken in den Augen, sonst gar nichts.

Jetzt fragst du dich, wie ich meine Allergie in den Griff bekommen habe. Ganz einfach. Ich bin 2010 zu meinem vertrauten Hals-, Nasen- und Ohrenarzt gegangen, als ich massive Probleme (vor allem Nachts und beim Laufen) hatte. Der machte nochmal einen Allergietest, da ich meine alten Allergiepass nicht mehr finden konnte und der letzte Test auch schon wieder ein paar Jährchen her war. Beim dem Allergietest kamen wieder die oben genannten Ergebnisse heraus. Aber anstatt einfach nur ein Nasenspray, Tabletten und Augentropfen aufzuschreiben, nahm die mein HNO etwas Zeit und beriet mich über eine sogenannte Desensibilisierung bzw. Hyposensibilisierung.

Mit einer Hyposensibilisierung (auch Allergieimpfung oder Spezifische Immuntherapie genannt) soll die eigentlich unnötige, überschießende Reaktion des Immunsystems auf ein Allergen reduziert werden. Die veraltete Bezeichnung Desensibilisierung ist irreführend, da beim Patienten die Sensibilisierung auf das Allergen erhalten bleibt, die Reaktion des Immunsystems aber ausbleibt bzw. nur bei sehr starker Allergenbelastung auftritt. Ein Erfolg der Therapie ist an der Verringerung der Beschwerden zu erkennen, im besten Fall treten diese gar nicht mehr auf. http://de.wikipedia.org/wiki/Hyposensibilisierung

Jetzt kommt der große Haken, nämlich der Preis, denkst du. Falsch gedacht, das ganze kostet im halben Jahr 15.- € Beteiligung für die „Impfdosis“, sonst nichts. Außer du rechnest die Praxisgebühr pro Quartal von 10.- € hinzu. Aber selbst wenn du das tust, kostet die Hyposensibilisierung in den 2 Jahren (solange dauert diese) gerade einmal 140.-€ (also 5,83€ im Monat). Das musst du nur den Kosten für die Medikamente, die sonst brauchst, entgegenrechnen und ich bin mir sicher, dass das Ergebnis klar für die Hyposensibilisierung ausfallen wird.

Die Erfolgsquote liegt bei Pollenallergikern bei 80-90 % (siehe auch http://www.drbresser.de). Ich selbst bin seit 2011 praktisch beschwerdefrei, obwohl ich erst ein Jahr diese Hyposensibilisierung mache.

Fazit:
Meiner Meinung nach ist dies nicht nur absolut empfehlenswert, nein, wer als Allergiker das nicht ausprobiert ist einfach nur „beschränkt“…

Sport frei!
Thomas

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1 Kommentar

  1. Das ist gut zu wissen, dass es Optionen für Allergiebehandlung gibt. Mein Cousin denkt, dass er vielleicht Heuschnupfen hat und er wird den HNO besuchen, wenn möglich. Aber er hat auch Allergien gegen manchen Medikamenten, also er fürchtet, dass es nicht helfen würde. Es soll aber irgendeine Lösung dafür geben.

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