Apr 20

frühsommerliches Trainingslager in Edenkoben (Pfalz)

Trainingslager-Edenkoben-020Letztes Jahr habe ich mein erstes Trainingslager in Edenkoben bei früh-sommerlichen Temperaturen absolviert. Auch dieses Jahr ging es auf ins sonnige Edenkoben, um die Form für den Sommer zu schaffen.

Gemeinsam mit 10 Vereinskollegen, wovon aber nur insgesamt 3 Läufer und die anderen Mehrkämpfer waren, haben wir die 4 Tage nach Ostern genutzt, um uns für die jetzt startende Saison vorzubereiten. Klar die Grundlagen werden im Winter geschaffen, doch dieses Trainingslager soll nochmal einen Formschub verursachen, damit die Bestzeiten auch richtig bibbern müssen.

Leider zog der super Saisoneinstand beim Öpfinger Osterlauf noch eine leichtere aber hartnäckige Erkältung nach sind, die sich in den 4 Tagen Trainingslager im stärker ausbreitete. Zum Glück fühlte ich mich aber im Stande, die meisten Einheiten mitzulaufen, sodass am Ende nur 2 Intervalleinheiten für mich ausfallen mussten.

Wie im Vorjahr auch, sind wir wieder in jeden Tag mit einem lockeren Dauerlauf über 5-6 km noch vor dem Frühstück gestartet. Direkt nach dem Lauf Duschen und Frühstücken. Vor der Intervalleinheit blieb leider nur eine Stunde, um das Frühstück zu verdauen. Da die Zeit kaum reicht, muss ich mich immer ein bisschen zurückhalten, denn bei einer Intervalleinheit kann ein voller Bauch schnell ein KO-Kriterium werden.

Vor der jeweiligen Intervalleinheit gehen wir immer gut 3 Kilometer in den edenkobener Weintraubenanbauflächen laufen. Da kam mit der Sonne immer ein mediterranes Feeling auf, dass gut auf die Einheiten einstimmte. Zurück vom Einlaufen, haben wir uns leicht gedehnt und ein kurzes Koordinationstraining absolviert.

Alle Intervall- und Sprinteinheiten haben wir im Stadion des LCO Edenkoben gemacht, dass wieder top hergerichtet war, wobei der „kleine“ Anstieg auf der Nordkurve der Bahn geblieben ist…

Hier der Trainingsplan, wovon ich die mittwochs und freitags Intervalleinheit am Vormittag ausgelassen habe:

 DienstagMittwochDonnerstagFreitag
Morgen4 km5 km5 km5 km
Vormittag3km Ein- und Auslaufen, 5x1000m in 3:20-3:25 Min.3km Ein- und Auslaufen, 5x400m und 5x600m3km Ein- und Auslaufen, 3000m Windsprints (50m Sprint + 50m Traben)3km Ein- und Auslaufen, 10x200m
Nachmittag3km Ein- und Auslaufen, Koordination, 5x200m in 30-31 Sekunden, 200m Traben3km Ein- und Auslaufen, Koordination, Sprints 2x50m, 2x100m, 2x150m, 2x100m, 2x50m, gleiche Länge Trabpause3km Ein- und Auslaufen, Koordination, 10xDiagonalsprints und zurücktraben-
AbendTheorie: MotivationTheorie: Videoanalyse MehrkämpferTheorie: Videoanalyse Laufen und Hochsprung-

Zum Auslaufen sind wir auf die gleiche Runde, wie zum Einlaufen gegangen, allerdings haben wir ab und zu die Laufrichtung gewechselt, so haben wir zumindest ein bisschen Abwechslung gehabt.

Zeitlich war alles knall hart durchkalkuliert, denn genauso wie am Morgen, blieb auch vor dem Mittagessen nur eine Viertelstunde, zum Duschen und Umziehen und zwar für uns beide insgesamt. Ich war wieder mit meinem Trainer Franz-Josef in einem Dreibettzimmer, mit natürlich nur einer Dusche, untergebracht.

Das Mittagessen viel natürlich deutlich üppiger aus, als das Frühstück. Wie vom letzten Jahr gewohnt, war das Essen gute Hausmannskost und damit optimal für Sportler geeignet.

Sozusagen, der einzige Freiraum am Tag, war nach dem Mittagessen. Vom 13:00-15:00 Uhr konnte man z.B. das Schwimmbad nutzen oder auf der Sonnenterrasse einen Kaffee schlürfen. Da ich, wie eingangs schon erwähnt, gesundheitlich angeschlagen war, habe ich die Zeit immer für das dringend bentötigte Mittagsschläfchen genutzt, denn die Schleimhäute in den Nebenhöhlen schwollen jeden Tag mehr zu, die Halsschmerzen nahmen zu und insgesamt fühlte ich mich von Tag zu Tag ein bisschen mehr abgeschlagen. An dieser Stelle möchte ich noch betonen, dass ich kein Fieber hatte und immer sehr sorgfältig abgewogen habe, ob die jeweilige Einheit in meinem Zustand möglich und sinnvoll war. Aus diesem Grund, habe ich auch 2 harte Einheit ausfallen lassen.

Natürlich musste bzw. muss ich die Quittung im Nachhinein bezahlen. Denn die Erkältung wurde über das Wochenende nach dem Trainingslager schlimmer und ist heute, 8 Tage danach immer noch nicht ganz abgeklungen.

Um 15:00 Uhr machten wir uns jeweils wieder auf zum Leichtathletikstadion, um die Sprinteinheit zu absolvieren. Natürlich wieder 3km Ein- und Auslaufen und dabei die Sonne genießen. Vor der eigentlichen Einheit haben wir immer eine ausgiebige Koordinationseinheit eingeschoben. Dabei haben wir dieses Mal einige mir bisher nicht bekannte Übungen gemacht. So habe ich auch etwas Neues gelernt und nicht nur sehr hart trainiert.

Natürlich war auch vor dem Abendessen ähnlich wenig Zeit, wie am Morgen und Mittag, aber anders als die nicht so verschwitzten Mehrkämpfer, zogen Franz-Josef und ich es vor, vor dem Essen zu duschen und kamen im Zweifelsfall eben 5 Minuten zu spät.

Das Abendessen war wieder, wie das Mittagessen, in Buffetform aufgebaut, aber mit Kaltspeisen. Ein echtes Abendbrot eben, mit vielen und leckeren Salatvariationen, wovon ich besonders die Fischversionen äußerst schmackhaft fand. Besonders beliebt, waren bei uns als Nachspeise übrigens Bananen, aus welchem Grund auch immer.

Bei einer Theorieeinheit am Abend, immer etwa um 19:30 Uhr, habe ich dann auch den Grund erfahren, warum die Koordination so wichtig ist und einen schneller macht. In der Videoanalyse habe ich meine verschränkte Armbewegung deutlich gesehen. Auch kommt mein Unterschenkel nicht weit genug nach vorne, wodurch ich viel an Ökonomie verschenke. Meine Abdruckphase und das durchgestreckte Bein dabei, sind schon ziemlich gut.

Erwartungsgemäß war ab dem zweiten Tag, Laufen mit immer stärker werdenden Muskelkater angesagt. Allerdings viel dieser nicht so heftig aus wie im letzten Jahr, was sicherlich hauptsächlich mit den zwei weggelassenen Einheiten zusammenhing.

Am Ende ziehe ich trotz meiner Erkältung ein positives Fazit. Ich denke, dass das Trainingslager auch bei mir einen Leistungsschub verursachen wird und bin froh, überhaupt mittrainieren gekonnt zu haben. Wie ausgeprägt der erhoffte Leistungsschub ausfallen wird, wird sich erst beim Ansbacher Citylauf am 25.04.15 herausstellen.

Übrigens ist das Trainingslager durch den Verein und Sponsoren finanziert worden, wodurch lediglich ein 90.- € Anteil für 4 Tage Vollpension für mich übrig blieben.

Klar, dass ich nächstes Jahr, wenn es meine Arbeit erlaubt, wieder von der Partie bin. Ein Abo auf tolles Wetter haben wir ja…

Sport frei!
Thomas

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4 Kommentare

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  1. Da blutet mein Herz. Wie vermisse ich mein Leichtathletik Training. Wie wunderbar, dass du so ein tolles Trainingslager hattest. Ich halte dir die Daumen, dass deine Leistung explodiert und du mit qualmenden Sohlen über die nächste Ziellinie jagst!

    1. Danke Din. Wir werden sehen, ob ich einen Leistungssprung mache, durch den Wettkampf vorher, habe ich ja jetzt gute Vergleichsmöglichkeiten…

  2. Hallo Thomas,

    okay – nun habe ich auch diesen Post gelesen. Naja – ein ziemlicher „Drahtseilakt“ war das schon, mit einer Erkältung so intensiv zu trainieren. Auch, wenn Du kein Fieber hattest, aber der Körper braucht in solchen Phasen einfach Ruhe anstatt Belastung. Zumal Dein Immunsystem eh‘ noch nicht richtig fit war. Sonst wäre Dir die Erkältung nach dem tollen 10er in Öpfingen wohl erspart geblieben. Ich weiß natürlich auch aus eigener Erfahrung, dass einen dieser „vermaledeite“ Ehrgeiz oft zu ziemlich unvernünftigen Sachen treibt. Aber es ist und bleibt „ein Spiel mit dem Feuer“!

    Aber gut – Du scheinst ja alles trotzdem ordentlich überstanden zu haben. Ich hoffe, Du kannst am kommenden Samstag schon die erste Belohnung für alle Mühen und Anstrengungen einfahren! Alles Gute und viel Erfolg beim Ansbacher Citylauf!

    Sportliche Grüße aus Köln!

    Mario

    1. Dein Vergleich ist schon ziemlich gut. Ich würde es mit einem Lagerfeuer in der nähe eines Waldes vergleichen. Kann gut gehen, muss aber nicht. Aber wenn ringsum nur Wald ist, musste halte vorsichtig deine Bratwurst grillen 😉

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