Jan 09

Erster 10er 2015 – Dreiköngislauf Schwäbisch Hall

Dreikoenigslauf-SHA-2015-057Mein Start beim Dreinköniglauf in Schwäbisch Hall stand eigentlich schon auf der Kippe. 2 Tage vorher habe ich auf der Starterliste nachgesehen, welche Größen am Start sein werden. Dabei hatte ich zufällig einen nicht verwandten Namensfetter entdeckt und nach weiteren „Dahmen“ suchen lassen und dann entsetzt festgestellt, dass mein Name nicht in der Liste auftaucht. Ich war mir eigentlich sicher, dass ich mich vorangemeldet hatte, doch dabei hatte ich mich getäuscht.

Nach der Voranmeldephase, waren noch ganze 72 Startplätze frei. Allerdings war ein Nachmelden auch schon am 03.01.15 möglich, was viele nutzten, denn laut der Facebook-Seite vom Dreikönigslauf, ist man nun mit 1024 Startern restlos ausverkauft. Somit könne man nur noch am 06.01.14 für den Gesundheitslauf über 5 km nachmelden.

Damit ich zumindest beim Gesundheitslauf starten kann, war ich extra bereits um kurz vor 11:00 Uhr vor Ort, damit ich sicher noch einen Startplatz ergattern zu kann, denn Nachmeldungen sind nur bis 90 Minuten vor dem Start um 13:03 Uhr möglich.

Zufällig sah ich einen Stapel Startnummern, neben der Anmeldung und fragte nach, ob dies die Startnummern vom Hauptlauf sind und ich vielleicht ein haben könne, daraufhin erwiderte die nette Dame: „Ja, wenn du einen eigenen Chip hast“. Ich war verblüfft und wie vor den Kopf gestoßen. Sofort zuckte ich mein Smartphone, um mir die Genehmigung für den 1 Stunde später startenden Hauptlauf einzuholen. Meine Frau, die separat mit meinen Eltern anreiste, stimmte nach ein bisschen murren schließlich zu…

Geparkt hatte ich an der Hagenbachhalle, wo sich die Anmeldung, Umkleiden, Siegerehrungen und Verpfelgung befand. Zum 2 Kilometer entfernten Start- und Zielbereich am St. Michael sind wir, also meine Eltern, meine Frau und unsere Kids, mit den kostenlosen Shuttlebus. Ich war schon ein bisschen aufgeregt, denn seit langem, war mal wieder meine ganze Familie vor Ort um mich zu unterstützen.

Wie auch schon früher, war der Bereich total überfüllt und man brauchte recht lange um auf die Strecke zu kommen. Immerhin die Zeit bis zum Start verging dadurch wie im Flug.

Durch Zufall, habe ich mich mit dem mir bisher unbekannten Läufer Florian Rösner, aber späteren Sieger, eingelaufen. Irgendwann fragte er beim Warmlaufen nach meinem Ziel, worauf ich voller stolz unter 38 Minuten angab. Auf meine Gegenfrage erwiderte er dann: „Er habe eine 31:18 Minuten auf 10 km stehen, die werde er wohl heute aber nicht laufen“. Danach war ich natürlich recht Kleinlaut und kurz danach, nach fast 2 Kilometern, trennten sich unser Wege wieder. Später bekam ich ihn natürlich nur noch kurz am Start von hinten zu sehen.

Am Start stand ich etwa 3 Meter links hinter Sabrina Mockenhaupt, die erst am Vorabend aus dem Trainingslager angereist war. Dementsprechend, sollte es für sie nur ein Trainingslauf werden, den Sie am Ende trotzdem in 34:18 Min natürlich als erste Frau finishte.

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Wie gesagt, ich Stand in der dritten Reihe vorne, umgeben ausschließlich von schnelleren Läufern. Aber ich wusste, dass es am Anfang eng sein würde und deshalb habe ich mich soweit vorn aufstellt, um dem Start-Gedränge so zu entfliehen zu können.

Direkt nach dem Start stürzte der 2. vom 5km Lauf und später 4. vom Hauptlauf. Günter Seybold, der vor mir lief machte einen Sprung nach rechts und ich gerade noch rechtzeitig nach links. Im Video kann man das ein bischen erkennen. Danach steht der Läufer auch schon wieder auf und rennt uns hinterher.

Meine Taktik dem Gedränge zu entfliehen ging voll auf. Allerdings lief ich versehentlich nach 500 Metern immer noch nur 10 Meter hinter Sabrina Mockenhaupt, also deutlich zu schnell. Ich nahm das Tempo auf der abschüssigen Strecke raus, lief aber trotzdem den ersten Kilometer in 3:30 Minuten.

Der Platz vorne, war die meiste Zeit in Ordnung, nur zwei Mal wurde es mir zum Überholen zu eng.

Auf den ersten Kilometern hat ein Läufer, mit einem rosafarbenden Langarmshirt, mich mit einem sehr schwankenden Rhytmus gestört und irritiert. Irgendwann wurden mir die kurzen Tempowechsel zu bunt und ich habe die Flucht nach vorne angetreten.

Gegen Ende der ersten Runde liefen wir über einige Brücken zurück in den Park, bevor es die gefürchtete Steigung über 100 Meter hoch zu AOK ging. Hier peitschen einen viele Zuschauer zwar an, aber die Höhenmeter werden einem am Ende trotzdem mit Gummifüßen quittiert.

Aufgrund des welligen Profils der Strecke, habe nicht so auf die einzelnen Kilometerzeiten geachtet und erst meinen Stand beim durchlaufen des Zielbogens bei Kilometer 5 überprüft. Ich wollte heute unter 38:00 Minuten bleiben, allerdings hatte ich bei Kilometer 5 bereits eine 19:15 Minuten auf der Uhr stehen, was auf eine 38:30 Min hinauslaufen würde.

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Sofort habe ich wieder das Tempo angezogen, wusste aber, dass ich das wohl nicht mehr schaffen würde, da ich mich auch überhaupt nicht mehr frisch in den Beinen fühlte.

Ich biss mich an meiner 5er-Gruppe als Letzter mit 3-5 Metern Abstand fest. Nach Hinten hatten wir gut 50 Meter Vorsprung. Meine Vorläufer wechselten immer wieder, während ich lediglich versuchte dran zu bleiben. Bei jeder kleinen Steigung hatte ich da meine Probleme und musste direkt danach immer auf die Tube drücken.

Auf den letzten zwei Kilometern flog dann überraschend ein älterer Läufer nach hinten raus und ich konnte wieder etwas besser mithalten. Kurz nach Anfang des 9. und letzten Kilometers geht es in Höhe des Anlagencafés den schmalen weg steil hoch auf die letzten 400 Meter.

Zwei meiner Mitstreiter geben Gas und ziehen davon. Ich bin zwar schon am Ende meiner Kräfte, beiße mich aber an die Fersen des Läufers, der wie ich „verhalten“ den „Berg“ bezwingen möchte. Die Gummifüße oben, waren natürlich noch schlimmer als auf der ersten Runde, doch 50 Meter weiter ging es wieder relativ, sodass ich wieder zulegen konnte. Ich überhole den Vorläufer am Berg und versuche wieder, zu den am Berg enteilten beiden Läufern aufzuschließen. Scheinbar hatten die sich am Berg abgeschossen, denn 200 Meter vor dem Ziel hatte ich aufgeschlossen und setze 150 Meter vor der Ziellinie zum Endspurt an. Ich ziehe an 3 Läufern vorbei und sehe im Augenwinkel, dass ein Läufer im blauen Shirt auch zum fulminanten Endspurt ansetzt. Also gebe ich noch mehr Gas und überrenne gefühlt meine eigenen Füße. Ich habe Null Kontrolle mehr und hoffe, dass ich mich nicht auf dem Kopfsteinpflaster flachlege.

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Mein Einsatz wird am Ende belohnt, denn ich konnte alle 3 knapp hinter mir lassen und komme in 38:24 Min ins als Gesamt 30. (AK 8.) ins Ziel. Sofort lasse ich meine unterwegs ausgezogenen Handschuhe und mich selbst auf dem Boden fallen. Ich bin platt wie eine Flunder, das war All-in…

Zwar habe ich meine erhoffte Zeit nicht erreicht, doch gehen die 38:24 Min irgendwie in Ordnung und sind eine solide Basis für die kommende Saison.

Sport frei!
Thomas

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Siehe auch:

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6 Kommentare

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  1. Dafür, dass die Beine nach der ersten Hälfte platt waren, hast du dann mit einer schnelleren zweiten Runde ja doch noch etwas rausgeholt! Das ist zwar keine sub38, aber immerhin.

    1. Danke Hannes, dass liegt wohl hauptsächlich am Endspurt und deshalb bin ich auch relativ zufrieden mit dem Ergebnis.

  2. Ein tolles Ergebnis hast Du eingefahren! Du kannst mehr als zufrieden sein mit den Ergebnis , denn den Glauben darfst du nie verlieren!
    Lg und weiternhin viel erfolg 🙂

    1. Danke Christian, ich „glaube“ ich geh härter trainieren… 😉

  3. Hallo Thomas,

    gleich eine 38er-Zeit zu Jahresbeginn und dann noch auf einer solch profilierten Strecke – aber hallo! Ist doch super! Sehr gute Basis für eine aussichtsreiche Saison, würde ich sagen. Klasse!

    Welchen „Puma“ trägst Du denn da? Ich bin ja ein großer Fan des Faas 500 und laufe mittlerweile mein 4. Paar davon.

    Grüße aus Köln!
    Mario

    1. Servus Mario,

      eigentlich schon, aber ich will ja deutlich unter 37:00 Minuten laufen und da bin ich ja noch weiter entfernt, als ich erwartet hatte.

      Das sind glaube ich Puma Faas 500, welche ich mal bei einem Gewinnspiel gewonnen hatte. Ich bin sehr zufrieden mit den Schuhen, wenn es auch nicht die Hübschesten sind…

      Sport frei!
      Thomas

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