Geheimtipps für Läufer

runnersworld-250-geheimtippsRunner’s World hat vor kurzem einen Artikel veröffentlicht, in welchem 250 Lesertipps aufgeführt sind. Es sind leider viele unsinnige Tipps dabei, aber auch einige sehr gute (übrigens Tipp Nr. 40 stammt von mir). Die besten Geheimtipps führe ich nachfolgende auf, dabei habe ich besonders auf solche geachtet, die man nie oder selten in der üblichen Literatur findet:

  • Tipp 12: „Man sollte bei einem warmen Wettkampf möglichst viel im Schatten laufen. Ich laufe deshalb mit einem selbstgebastelten Schattenspender.“
  • Tipp 14: „Einfach die Hand durchstrecken, Finger aneinanderpressen und Spannung aufbauen. Dann löst sich die Verspannung im Bauchbereich und wandert in die Hand – garantiert!“
  • Tipp 31: „Die Tage sieben bis fünf vor dem Wettkampf auf Kohlenhydrate verzichten und die letzten vier Tage Kohlenhydrate schaufeln. Das füllt die Energiespeicher extrem.“
  • Tipp 39: „Die Alternative zu herkömmlichen Gels: Fruchtpüree als Babybrei. Die überall erhältlichen Quetschbeutel können ohne zusätzliche Flüssigkeit eingenommen werden.“
  • Tipp 40: „Fast jeder (Wettkampf-)Läufer kennt den unangenehmen trockenen Hals, der sich oft kurz vor einem Wettkampf einstellt. Da hilft auch kein Trinken dagegen. Ich helfe mir da mit Hustenpastillen.“
    Im Wettkampf einfach in die Backentasche schieben. Stört nicht und liefert sogar ein kleines bisschen Energie. Der Tipp stammt von mir.
  • Tipp 51: „Tipp zum Marathontraining: die langen Einheiten kann man wunderbar in „Häppchen“ aufteilen, z.B. 8,5-km-Runden – zuerst eine, später drei, oder sogar vier – das motiviert ungemein.“
    Entspricht vom Prinzip her meiner Salamitaktik
  • Tipp 56: „Nie mehr offene Schnürsenkel: einfach die beiden Schleifen in die Schnürung stecken.“
    Da braucht es auch keine Doppelschleife/Knoten. Von mir mehrfach wettkampferprobt.
  • Tipp 61: „Nach dem normalen Duschen eiskaltes Wasser über jedes Bein für mindestens je 30 Sekunden laufen lassen. Hilft gegen schwere und müde Beine nach langen Läufen.“
    Die Beine werden dadurch vermehrt durchblutet, was man bei mir sogar sehen kann. So klappt die Regeneration schneller.
  • Tipp 67: „Während langen oder lockeren Läufen höre ich gerne Hörbücher. Sie lassen einen an etwas anderes denken und so läuft es sich wie von selbst.“
    Ich empfehle die Podcasts von Schmittcast, BR5 Aktuell Sportmagazin, usw.
  • Tipp 79: „An steilen Bergpassagen zähle ich innerlich meine Schritte mit. Eins bis acht und dann wieder von vorne. Der Zählrhythmus hilft mir länger durchzuhalten.“
    Werde ich beim nächsten Berglauf testen.
  • Tipp 83: „Nehmen Sie sich nicht zu viel auf einmal vor. Der Körper wird es danken, wenn er sich langsam an Belastungen gewöhnen kann.“ 
    Super Tipp, nur schwer zu verinnerlichen, vor allem für mich!
  • Tipp 90: „Machen Sie zusätzlich zum Lauftraining zweimal die Woche ein funktionelles, (Geräte gestütztes) Muskelaufbautraining in einem guten Studio oder Zuhause.“
    Über den Winter 2x die Woche und in der Wettkampfsaison 1x. Natürlich Zuhause, Fitnessstudio braucht kein Mensch!
  • Tipp 108: „Auch bei tiefsten Temperaturen werden die Beine in kurzen Hosen nicht kalt, wenn man lange Socken trägt – zum Beispiel Kompressionsstrümpfe von CEP.“ 
    Ein Tipp von den RunningTwins.
  • Tipp 116: „Um beim Wettkampf besser trinken zu können, nehme ich mir einen Strohhalm mit. Beim Versorgungsstand stecke ich den Strohhalm zum Trinken in den Becher.“
    Bietet sich für Strecken ab Halbmarathon an.
  • Tipp 120: „Bauen Sie direkt im Anschluss an Ihr Training ein s. g. „Testo-Training“ ein: Machen Sie 3-5 Mal 30-Meter-Sprints. „Testo“ steht für Testosteronspiegel und der wird dadurch wieder angehoben.“
    Stammt von Peter Greif!
  • Tipp 132: „Raus in die Natur, so oft wie möglich. Kleine Hügel und unebene Waldwege trainieren mehr Muskeln als die reine Straße.“
  • Tipp 175: „Eine Stunde vor dem Laufstart gibt‘s einen doppelten Espresso. Man erhöht damit die Aufmerksamkeit und vermindert das Schmerzempfinden.“
  • Tipp 180: „Bei richtigen harten Wettkämpfen auf Bestzeit laufe ich immer mit einer Sonnenbrille, das entspannt ungemein.“
  • Tipp 189: „Um die Schrittfrequenz zu erhöhen, erhöhe ich die Frequenz der Arme. Meine Arme geben mir Tempo und Schrittlänge vor.“
    Funktioniert auch wunderbar am Berg. Einfach Arme ordentlich durchschwingen und schon geht es ein bisschen leichter.
  • Tipp 199: „Ich esse einen Tag vor einem Wettkampf mittags immer Pizza. Am besten aus Vollkornteig und selbst gemacht, mit Tomaten, Käse und Schinken. Finde ich besser als Nudeln.“
    Es ist auch wissenschaftlich nachgewiesen, dass diese Art des Carboloadings effektiver ist.
  • Tipp 211: „Sie sollten öfter mal ein Alternativtraining durchführen. Ich steige zum Beispiel einen Tag nach einem Tempotraining oder Wettkampf für anderthalb bis zwei Stunden aufs Rennrad.“
    Das bringt es tatsächlich!
  • Tipp 214: „Wir laufen, nicht weil wir denken es tut uns gut, sondern weil wir es mögen. Je mehr wir von der Gesellschaft eingeschränkt werden, desto mehr benötigen wir diese Ablenkung.“
  • Tipp 218: „Es kommt nicht darauf an, besser oder schneller zu sein, als jemand anderer, sondern einfach so gut zu sein, wie man jetzt im Moment gerade sein kann.“
  • Tipp 222: „Egal wie lang, locker, ob mit Intervallen oder Trail: Ich mache gerne zum Schluss einen Zielsprint, und stelle mir vor, ich hätte grad den Lauf meines Lebens gemacht.“
  • Tipp 233: „Muffige Laufschuhe über Nacht im Plastikbeutel ins Gefrierfach legen. Am nächsten Tag sind sie olfaktorisch einigermaßen „entschärft“.“
  • Tipp 237: „Achten Sie auf genügend Schlaf! Seitdem ich acht Stunden pro Nacht schlafe, haben sich meine Leistungen enorm verbessert, ich fühle mich fitter und belastbarer – und auch die Trainingsmotivation ist gestiegen.“
  • Tipp 249: „Bei allem Ehrgeiz und Trainingsplan sollte man nicht vergessen auf seinen Körper zu hören. Manchmal bringt es mehr, eine Einheit auszulassen, als sie durchzuführen.“

Es sind einige Tipp dabei, die ich nicht kannte und selbst testen muss/werde. Zum Schluss aber noch mein absoluter Top-Favorit (Achtung Ironie):

  • Tipp 187: „Beim Training höre ich immer die gleichen positiven Affirmationen über meinen MP3-Player. Ich habe sie selbst gesprochen, Sätze wie „Ich bin schnell und stark beim Joggen!“
    Ich könnte mir auch vorstellen „Einatmen – Ausatmen“ aufzusprechen oder „rechter Fuß – linker Fuß“. 😛

Sport frei!
Thomas

Siehe auch:

 

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6 Kommentare

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  1. Habe die Liste neulich entdeckt, als mich dein Bild plötzlich in der Collage anstrahlte. Eine wirklich super Liste und in der Tat, die besten Tipps finden sich hier 🙂

    1. Danke Din. Es gibt so viele unbekannt Tipps, da ist das auch nur ein Bruchteil…

  2. Funktioniert das mit dem Strohhalm? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass das bei hohem Tempo praktikabel ist.

    Und zu deinem Tipp: Das klappt wirklich sehr gut. So bin ich vor zwei Jahren zu fast jedem meiner winterlichen Trainingsläufe gestartet.

    1. Probieren geht über Studieren. Die Schnabeltasse klappt ja auch nicht so gut… Wir werden sehen.

      Inzwischen habe ich auch öfters mal einen Mentolkaugummi dabei, der hält deutlich länger.

  3. Da sind viele Tipps dabei, von denen ich noch nie gehört habe. Jetzt bin ich zwar nur Hobbyläufer, aber da ich am liebsten dieses jahr noch die ersten kleinen Wettkämpfe angehen möchte, werde ich mal einige davon testen. Die selbstgesprochenen Affirmationen werden es wohl nicht werden, da ich lieber Musik beim Laufen höre, aber das Testo-Training hört sich zum Beispiel vielversprechend an. Das Fruchtpüree als Gel-Alternative kannte ich zum Beispiel auch noch nicht. Und zu dem selbstgebastelten Schattenspender muss ich mir noch mal mehr Infos holen. Das Training kann man im Sommer ja zum Beispiel auch gut in die Abendstunden verlegen oder man läuft auf Waldwegen mit viel Schatten, aber auf Wettkämpfen wäre das ja schon eine sinnvolle Sache.

    1. Ja, da waren schon einige echt gute Geheimtipps dabei. Natürlich Revolutionen gibt es immer nur in den „bahnbrechenden Publikationen“ 😉

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