Mai 30

Lauf zur alten Kappel in Dürrwangen

Lauf zur Kappel Duerrwangen 2014 - 48Auf den Lauf zur alten Kappel in Dürrwangen habe ich mich schon eine ganze Weile gefreut. Dabei handelt es sich hier um keine Strecke auf welcher man Bestzeiten läuft, dafür sind 135 Höhenmeter einfach zu viel. Ohnehin ist der Strecke mit 9,9 km um 100 Meter zu kurz und nicht vermessen. Aber auch das Teilnahmefeld mit 60 Läufer beim Hauptlauf hält sich in Grenzen.

Ein wirklich unattraktiver Lauf – ganz im Gegenteil! Gerade diese Eckdaten machen diesen Lauf zu einem besonders familiären Lauf. Hier kennt man sich untereinander und freut sich auf einen Wettkampf unter Freunden.

photo148Aber auch für das Tempo sind immer einige sehr gute Läufer am Start. So konnte dieses Jahr Andy Meyer von M.O.N. den Streckenrekord auf sagenhafte 33:56 Minten drücken.

Aber auch die Rahmenbedingungen könnten kaum besser sein, es ist alles vorhanden was der Läufer wünscht (vor allem eine sehr gute und große Kuchenauswahl). Es ist alles an einem Fleck, Meldebüro, Verpfleung, Umkleide, Toiletten, Duschen, Siegerehrung und keine 50 Meter weiter ist schon der Start- und Zielbereich.

Aufgrund dessen, dass mein Trainer Franz-Josef Heller maßgeblich mit der Organisation des von TV Dürrwangen veranstalteten Laufes betraut ist, musste ich mich nicht extra anmelden. So hat es auch locker ausgereicht, dass ich erst ca. 30 Minuten vor Start dort war. Schnell die Startnummer geholt und schon ging es zum Einlaufen.

photo149Dann aber machte mir mein Darm etwas sorgen und so musste ich 3 Minuten vor dem Start noch einen „Fitschen“ (extrem kurzer Boxenstopp auf dem Klo) einlegen. Durch die kurzen Wege, war ich aber gerade noch rechtzeitig vor dem Countdown am Start.

Noch einmal kurz ins Läuferfeld geblickt und es Stand fest, dass mehr als ein dritter Platz nicht drin ist.

Der Start für den 5km Hobbylauf und dem 10km (9,9km) Hauptlauf war zeitgleich. Praktisch vom Start weg stand die Zieleinlaufreihenfolge für beide Läufe fest. Vorneweg Andy Meyer (1. 10km), mit etwas Abstand zum Bernd Demmer (2. 10km) und Stefan Schwager (1. 5km) und wieder etwas Abstand zu Franz-Josef Heller (2. 5km) und mir.

photo283Dadurch dass uns der Wind ziemlich kräftig entgegenblies, lief ich die ersten beiden Kilometer direkt hinter Franz-Josef zwar etwas zu schnell, aber dafür relativ vom Wind geschützt.

Als der Streckenverlauf zum ersten Mal in den Wald nach guten 2km verläuft, trennen sich unsere Wege. Daraufhin beobachte ich genauestens wer mich und mit welchem Abstand ich verfolgt werde.

Der Vorsprund zu diesem Zeitpunkt war bereits um die 20 Sekunden groß, aber mindestens genauso groß war auch mein Abstand zu Bernd Demmer. Andy Meyer am dem Wald nicht mehr gesehen.

photo285Die Motivation den dritten Platz zu verteidigen und „nach Hause“ zu bringen ist da, mehr aber auch nicht. An jeder Kurve kontrolliere ich den Abstand zu meinen Verfolgern und dieser wird langsam aber stetig größer.

Ich verliere immer öfter den Bernd Demmer aus dem Blick, der auch den Abstand zu mir erheblich vergrößert hat.

Es sollte ein einsames Rennen werden. Die Pace ist beim stetigen Auf und Ab sowieso nicht zu vergleichen. Auf eine 4:30 Pace folgt ein Kilometer mit 3:47 Minuten. Gefühlt bin ich zu langsam unterwegs, kann mich aber nicht motivieren mehr zu geben, warum auch? Bestzeit auf dieser ohnehin nicht vermessenen Strecke ist nicht drin und Bernd würde ich nicht einholen können.

photo290So achte ich peinlichst genau darauf, den erarbeiteten Vorsprung ins Ziel zu retten, was mir auch sehr gut gelingt. Zwar habe ich auf dem letzten Kilometer noch Darmkrämpfe und verliere hier sicherlich ca. 15 Sekunden, aber mit einem Vorsprung von mehr als einer Minute komme ich in 38:40 Minuten als insgesamt Dritter (und AK 3.) ins Ziel.

Eine weitere Besonderheit ist bei diesem Lauf die Siegerehrung, hier wird jeder geehrt und darf sich einen Sachpreis aussuchen. Zwar waren bei diesem Lauf insgesamt nur ca. 150 Teilnehmer über alle Distanzen, doch zur Siegerehrung bleiben mehr Läufer als z.B. beim Ansbacher Citylauf mit über 2600 Teilnehmern…

Sport frei!
Thomas

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