Mein erster 10km-Wettkampf

Mein erster 10km-Wettkampflauf, genauer gesagt 10,1km, ist überstanden.

Ich war in Feuchtwangen (Bayern) angetreten um dieses Jahr endlich meinen ersten 10km-Wettkampf zu absolvieren. Ziel dabei war eigentlich nur nicht letzter werden. Um bei dem Lauf und mehr Spaß zu haben, habe ich wieder meinen Bruder genötigt mit mir zu laufen.

Da ich ja immer noch Probleme mit meinem Rheuma habe, haben wir wieder nur nachgemeldet. Also bin ich am Wettkampftag um die Mittagszeit 20km nach Feuchtwangen gefahren um dort die Nachmeldungen für meinen Bruder und mich zu erledigen. Als ich dort angekommen bin, konnte ich leider kein Büro oder Ansprechpartner finden um die Nachmeldung vorzunehmen. Also habe ich mich etwas umgeschaut und einige Leute gesehen, die gerade Absperrungen aufbauten. Ich fragte sie und Sie erklärten mir den Weg ins Verkehrsbüro. Dort angekommen, traf ich auf einen etwas angespannten Verantwortlichen, der mich erst mal um Geduld bat. Nach 10 Minuten waren dann die Nachmeldungen erledigt. Startnummer 230 für mich und 231 für meinen Bruder. Danach bin ich gleich wieder heimgefahren um auf einen Kinder-Geburtstag zu gehen.

Treffpunkt vor dem Rennen war eigentlich um 15:00 Uhr am Mooswiesenparkplatz, leider haben die den Absprung vom Kindergeburtstag nicht rechtzeitig geschafft und ich konnte dann erst auch keine Sicherheitsnadeln für die Startnummern finden. Mein nervöser Bruder rief mich total nervös um 15:15 an und fragte wo ich denn bleibe, es geht ja gleich los. Ich traf dann ca. 15:20 am Parkplatz ein und wir liefen gleich in die Altstadt zum Startbereich um uns einen Überblick zu verschaffen.

Als wir dort angekommen waren, haben wir noch schnell eine Toilette für nervöse Buben aufgesucht und sind dann ich den Startbereich, wo bereits die Anwesenheitskontrolle stattfand. Während der Kontrolle haben wir uns mal die Füße der Mitläufer begutachtet und uns entschlossen ganz hinten zu starten. Unser Ziel war es die 10km in 55:00 Min zu laufen und damit nicht letzter zu werden. Bis dahin kannten wir ja nur die Ergebnislisten vom
6,4km-Lauf und 10km-Lauf in Blaufelden. Beim 10km-Lauf in Blaufelden war eben der letzte Mann nach 57:42 im Ziel.

Der Start fand pünktlich um 15:45 statt. Wir sind ganz hinten gestartet und haben den ersten Kilometer das Tempo des Hauptfeldes gehalten. Dabei haben wir schon die ersten 10 Leute hinter uns gelassen. Das Tempo war wie zu erwarten war hoch. Mein Pulser zeigte nach 1km 165 Schläge an. Ich wollte ursprünglich die ersten 4 km mit 150 Schlägen laufen. Ich fühlte mich aber bei diesem Tempo gut, mein Bruder war zwar skeptisch, aber trotzdem haben wir beschlossen das Tempo zu halten. In der ersten noch Runde (pro Runde etwa 2km) haben wir gleich nochmal 4 Läufer überholt.

In der zweiten bereits verschärfte mein Bruder das Tempo etwas (170 Schläge pro Min) und wir überholten die Triathletkreismeisterin der Alterklasse W60 und noch etwa 4 Mitläufer. Am Ende der zweiten Runde hatte mein Bruder ein Vorsprung von 20 Meter.

In der dritten Runde musste erste dann das Tempo büsen, das er in der zweiten Runde angesetzt hat. Er bekam Seitenstechen und musste das Tempo reduzieren. Ich lief auf 167 Schlägen weiter, da ich besser trainiert war und mich immer noch gut gefühlt habe. Für mich ging es in dieser Runde genauso weiter wie die ersten Beiden angefangen haben.

Kurz nach Beginn der vierten Runde hatte ich 2 Mitläufer vor mir, die ich eigentlich direkt bei der Steigung im ersten Drittel der Strecke überholen wollte. Doch als die 2 mit sahen, haben Sie das Tempo etwas verschärft. Ich dachte nur, wer sich so wehrt, wird zurecht gelegt und weggeputzt. Im letzten Drittel der vierten Runde waren die beiden dann auch so weit. Der ältere Herr keuchte beim meinem Überholvorgang dermaßen, dass ich dachte, ich muss ihm gleich erste Hilfe leisten…

Die letzte Runde ist angebrochen und ich sehe 30 und 35 Meter vor mir 2 Frauen und denke “Oh nein, jetzt musst du die auch noch überholen“(typisches Männerego)… Also Tempo verschärft (175 Schläge pro Minute) und gleich die erste Frau am Anfang der Steigung weggeputzt. Die 2. Frau hat aber ebenfalls das Tempo angezogen und war mir nicht mehr sicher, ob ich Sie noch packen kann. Dann musste ich an RunningWilli´s Spruch denken: „Wenn du glaubst du bist am Ende, dann hast du erst ein Drittel deines Leistungsvermögens ausgeschöpft“. Also Autosuggestion erfolgreich und Tempo auf 177 angezogen und die schnellste Frau im Rennen im 2. Drittel der letzten Runde überholt. Danach hatte ich nochmals zwei Herren vor mir, die ich sofort überholen wollte, da ich wusste, dass mein Schlusssprint nicht der Beste ist. Gesagt getan! Am Ende hat essogar noch für einen kleinen Schlusssprint gereicht.

Zeit 47:33 Min,
Platz 7 von geschätzten 50 Teilnehmern.

Ich war und bin über dieses Ergebnis super glücklich! Wenn ich jetzt so weitertrainiere wie jetzt, dann schaff ich es nächstes Mal vielleicht sogar aufs Treppchen. Erster war übrigens nur 9 Min schneller als ich.

Sport frei!
Thomas

Siehe auch:


								

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2 Kommentare

2 Pings

    • Die gute Steffi on 7. November 2011 at 02:03
    • Antworten

    Hast Du gut geschrieben, bist Du gelernter Journalist?

    1. Ohhhh, vielen Dank Steffi!

      Nein ich bin kein Journalist, eigentlich war Deutsch schon immer mein Schwachpunkt. Ich denke die Berichte werden nur so gut, da ich mit vollem Herzblut dabei bin.

      Sport frei!
      Thomas

  1. […] den 4 Startern ist mir nur Thomas Czernicky bekannt, der den Altstadtlauf in Feuchtwangen 2011 gewann. Aber Hoffnungen auf eine Platzierung brauche ich ohnehin mit meinen Zeiten haben, zumal bei […]

  2. […] den 4 Startern ist mir nur Thomas Czernicky bekannt, der den Altstadtlauf in Feuchtwangen 2011 gewann. Aber Hoffnungen auf eine Platzierung brauche ich ohnehin mit meinen Zeiten nicht zu machen, […]

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